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Laufende Geschichten

Die Beschäftigung mit dem Medium Film und insbesondere mit filmstills hat die in der Ausstellung gezeigten Werke von Isabel Pauer geprägt. Ursprünglich hat sie den Fries als ‚laufende Geschichte' gemalt, so dass er von links nach rechts lesbar ist. Bei der Hängung werden jedoch die einzelnen Szenerien – ähnlich wie beim Filmschnitt – neu zusammengesetzt. Die so entstandenen Brüche und Dialoge erzählen komplett neue Geschichten. Die einzelnen Bilder entwickeln sich im Kopf des Betrachters zu Szenen, die nicht nur horizontal, sondern auch vertikal lesbar sind. Wie bei filmstills gilt Pauers Interesse den Details. Diese geben Hinweise darauf, was vor und nach der Momentaufnahme, der Übertragung einer Szene in die Zweidimensionalität, geschehen ist oder geschehen wird. So geht die Künstlerin vom ersten Pinselstrich bis zur Präsentation ihrer Arbeiten der Frage nach, wo das Eigentliche stattfindet. Entstehen die Geschichten innerhalb des Bildes oder außerhalb unseres Blickwinkels? …

Isabelle Meiffert, Juni 2010

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Einstieg

„Bestimme den Platz, der den Einstieg erlaubt. Markiere dann den Punkt und halte ihn offen." (Jill Baroff)

Der erste Strich einer Zeichnung ist für mich die größtmögliche Form von Freiheit beim Zeichnen. Alles, was danach folgt, ist das Aussondieren von Möglichkeiten. Je mehr Möglichkeiten ich verwerfe, umso mehr neue stellen sich ein. Ziel ist es, zu reduzieren, aus den Möglichkeitsformen die wenigen, für gerade diese Zeichnung wichtigen zu finden. Lust ist es, mir den Charakter dieser Offenheit des ersten Striches auf dem Papier bis zum Ende zu bewahren. Herausforderung ist es, den richtigen Moment für das Beenden einer Zeichnung zu finden, ein Ende zu setzen, ein Ende, welches dem Betrachter wiederum einen Einstieg, seinen Einstieg, in das Bild erlaubt.

Isabel Pauer, September 2009

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1,67m Augenhöhe

„1,67m Augenhöhe – die Zeichnung im Kellerraum"

Drei Tage saß ich im dichten Nebel in den Alpen vor dem Berg, den ich zeichnen wollte. Ich war mir sicher, daß sich hinter dem Nebel der Berg befand. Am dritten Tag zeigte er sich für Bruchteile von Minuten. Der Nebel allein blieb das verläßlich Sichtbare.

Ein mit weißer Farbe getünchter Kellerraum einer Galerie: 2m breit, 3m lang, 1,80 hoch, ein Fenster, welches in den Luftschacht führt, eine Neonröhre. Drei Tage arbeite ich an diesem Ort, um ihn mit Zeichnung zu füllen. Ein Raum findet seine Grenzen nicht in seinen Umfassungsmauern. Der Gedanke bleibt nicht auf der Zeichnung. Aus der Enge heraus denken.

I. Pauer, 2012

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Wyssogorez

„Eines Morgens beschloß ich" · Audiotext · ∞ · 2008

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Scripts

Script · Kalk-Sandsteinplatte · 30 × 40 cm · Galerie Andrieu · 2009

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Landnahme – Zeichnung und Funde

Land wird okkupiert, die Macht eines Zeichenstriches auf dem Papier oder auf dem Boden der Galerie. Die Arbeit „Eine Frage des Eigentums" besteht aus Fundstücken: alte Landkarten, die territoriale Umbrüche bezeugen. Auf der Afrikakarte von ca. 1910 bezeichnet eine dünne Zeichenlinie eine Grenze: Deutschostafrika. In den fünfziger Jahren wurde diese Landkarte zum Einschlagen von Chornoten verwendet und der Name einer neuen Eigentümerin sichtbar draufgeschrieben: „Frl. Wendt, Eigentum Immanuel II". Dieser Fund wiederum wird im Galerieraum verwertet. Welche Bildideen sind frei vom Borgen fremder Elemente? „Zur freien Benutzung" greift fremdes Bildmaterial auf, um erneut die Frage nach Raum und Besitz zu stellen.

I. Pauer, Berlin, 2007

Crowdfunding · bis 20. April 2026

PAUER – DAS BUCH

Es gibt erfreuliche Nachrichten: ein Projekt, welches mir sehr am Herzen liegt, soll nach langer Vorbereitung an den Start gehen. Nach 40 Jahren künstlerischen Schaffens möchte ich meine wichtigsten Werke – Malerei, Zeichnung, Performances – in einem Buch, einer Monografie, zusammenfassen. Ein Buch als Zeitzeugnis: persönlich, politisch, poetisch.

Um dieses große professionelle Projekt finanzieren zu können, habe ich die Form des Crowdfunding gewählt. Sollten Sie / solltest Du mein Projekt mit einer Spende unterstützen wollen, freut mich das sehr!

Bis 20. April 2026 kann über diese Website gespendet werden:

startnext.com/pauer-das-buch

PAUER – DAS BUCH · Crowdfunding auf Startnext

Unter „Projektdetails" erfährst Du alles zum Projekt.
Unter „Dankeschöns" erwartet Dich Außergewöhnliches – zum Beispiel eine eigens für dieses Crowdfunding erstellte Edition.

Herzliche Grüße,
Isabel Pauer

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Isabel Pauer
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Impressum

Angaben gemäß § 5 TMG

Isabel Pauer
Wörther Str. 20
10405 Berlin

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Bildende Künstlerin (freischaffend)

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